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Brauner Eichenzipfelfalters auf Halde in Ludweiler

Am ersten November 2010 haben wir uns die Halde bei Ludweiler nochmal genau angeschaut. Eifunde des Braunen Eichenzipfelfalters im letzten Jahr sollten bestätigt werden. Außerdem sollten sich Raupen der Schillerfalter finden lassen.

Auf der großflächigen Halde finden sich in den wenigen grünen Bereichen in Randlage bereits große Populationen von Melitaea cinxia und Plebejus argus. In den Waldrandlagen könnte Satyrium ilicis, der Braune Eichenzipfelfalter fliegen und 2009 ist es bereits gelungen, 2 Eier dort zu finden. Auf unserer Rundwanderung auf der Halde bei bestem Wetter mit Sonnenschein können wir tatsächlich eine offenbar recht gute Population des Braunen Eichenzipfelfalters nachweisen. Vor allem in Umgebung des Naturfreundehauses mit den umgebenden Pferdekoppeln findet man viele kleine Eichenschösslinge, die als Wirtspflanzen in Frage kommen.

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Dies ist der Weg, der vermutlich den Populationsschwerpunkt von Satyrium ilicis auf der Bergehalde bildet. Auf beiden Seiten gibt es viele Eichen, die max. 20 Jahre alt sind. Rechts ist eine Pferdekoppel, die reich mit Besenginster bestanden ist und nur sporadisch beweidet wird. Links des Weges gibt es noch etliche freie Flächen, die sporadisch von Schafen beweidet werden. Eichen-Bonsais finden sich auf der linken Seite reichlich. Im Bereich der Pferdekoppeln haben wir noch nicht gesucht - es dürften sich jedoch auch hier die Spuren des Braunen Eichenzipfelfalters finden.

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An dieser kleinen nach SW ausgerichteten Mauer fanden sich einige kleine Eichenschösslinge. Dieser hier war der erste, den wir uns genau angeschaut hatten. Er war mit einem Ei in etwa 25 cm Höhe über dem Boden belegt.

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Hier noch die Detailaufnahme. Das Ei (hier nicht erkennbar) befindet sich in der Bildmitte am Stamm. Die umgebende Vegetation ist von uns etwas heruntergedrückt worden.

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Marvin sucht (und findet) weitere Eier an einer Weggabel des oben abgebildeten Weges.

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Mitten drin in den teilfreien Flächen <> finden sich auch Salweiden, auf deren Schattenseite sich verdächtige Fraßspuren finden...

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Genau in der Mitte des Bildes ist das Fraßbild an Salix caprea schon zu erkennen - Später im Herbst wird es noch leichter, denn diese Blätter sind oft durch Spinnfäden am Ästchen befestigt und fallen mit als letzte vom kahler werdenden Baum ab.

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Und hier sitzt die Raupe. Ganz typisch ist die Sitzposition an der Blattspitze, die an eine Sphinx erinnert. Dass sich eine Raupe von Apatura iris in so enger Nachbarschaft zu Eichen-Bonsais mit Eiern des Braunen Eichenzipfelfalters findet, ist zwar keinesfalls die Regel, doch können die kleinklimatischen Verhältnisse auf engstem Raum durch Beschattung, Sonneneinstrahlung etc. enorm abweichen. Aufnahmen von Apatura iris-Räupchen (auch mit Statif) werden übrigens immer unscharf, da man dort wo die Raupen zu finden sind, kaum genügend Licht hat. Ein Statif nützt auch nicht viel, da bei langen Belichtungszeiten das Blatt ja wackelt. Da ich nicht gerne mit Blitz arbeite, muss ich das akzeptieren... Jetzt muss ich mal ein paar schöne Bilder im "Studio" machen.

An den Zitterpappeln auf der Halde finden sich in mehr sonnenexponierter Lage die Raupen des Kleinen Schillerfalters, Apatura ilia. Tags zuvor galang es uns am Schacht St. Charles, gleich zwei Raupen an einem einzigen Ästchen zu entdecken.

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