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Erste Runde von Pflegemaßnahmen

Im Frühjahr 2009 beginnen die ersten Arbeiten. Wie auf den Bildern der Fotoserie zu sehen ist, ist der Biotop noch geprägt durch eine fortgeschrittene Verbuchung, Hochstauden, dichte Brombeerbüsche und zuallererst viele hohe Fichten, die die Fläche umgeben. Im Bereich, der an die Rossel angrenzt steht noch eine Bauminsel mit Kiefern, Birken und einigen Fichten, die die Fläche weiter verdunkeln.

Die ersten Pflegemaßnahmen sind also schnell gefunden:

  • Fällen und Beseitigung der Fichten
  • Baumgruppe mit Kiefern, Birken und Fichten beseitigen
  • Beseitigung eines großen Teiles des Buschaufwuchses (Weißbuchen, Eichen, Ahorn, ...)
  • Beseitigung eines großen Teiles der Brombeerbüsche
  • Mähen von Teilflächen und Beseitigung des Grünschnitts
  • In einigen Bereichen ist kaum ein Durchkommen - hier entscheide ich mich ausnahmsweise kleinere Teilflächen abzubrennen


Fichten am Rande der Rossel
Dieses Foto zeigt die typische Ausgangslage in der Fläche. Am Rande der Rossel stehen noch einige ältere Weiden, die auch stehen bleiben sollen. Zusätzlich stehen dort aber eine große Zahl von Fichten, die die Fläche beschatten. Im Vordergrund ist Strauchaufwuchs (Brombeeren, Eichen etc.) zu sehen.

Zuerst werden die Fichten sukzessive entfernt. Das Fällen selbst ist schnell erledigt, doch das Zerkleinern und der Abtransport sind eine Arbeit für besonders verdiente Strafgefangene. Der Fortschritt ist sehr langsam. An manchen Wochenenden helfen mir meine Kinder und die Arbeit geht etwas schneller voran. Ich fälle immer nur so viele Fichten, wie ich auch am selben Tag abtransportieren kann, um möglichst viel Freifläche bereits in diesem Jahr zu haben. Tatsächlich habe ich den Eindruck dass bereits wesentlich mehr Falter die Fläche besuchen. Insbesondere Bläulinge finden sich verstärkt ein. 

Die Ameisenhorste, die ein maschinelles Mähen fast unmöglich machen, bleiben weitestgehend erhalten und ich mähe sehr kleinflächig bzw. auch mal mit der Sense. 

Ein Teil der Fläche macht bereits einen recht mageren Eindruck - andere Teile sind noch recht fett und viele Brennesseln wachsen in diesen Bereichen. Früher war die Fläche als Pferdekoppel genutzt und Pferde haben die Angewohnheit, die Äpfel in bestimmten Bereichen zu konzentrieren. In besagten Bereichen muss also sukzessive durch Beseitigung des Grünschnitts ausgemagert werden. Die Bereiche, welche direkt an die Rossel angrenzen, sind natürlich und nicht infolge Überdüngung mit Brennesseln bewachsen. Diese werden von mir nur in Teilen gemäht.  Pflege2

Dieses Bild zeigt die Baumgruppe in der "Mitte" nach ihrer Beseitigung. Es ist der Teil der Fläche mit der besten Besonnung und schon bald soll sich in diesem Bereich ein Nest von Melitaea cinxia finden. Die Fichten im Hintergrund können erst im nächsten Jahr beseitigt werden - sie befinden sich auf dem Grundstück eines Nachbarn (der will sie aber auch nicht mehr :-)).

Bis Mitte Mai habe ich immer wieder Fichten, Birken und Büsche beseitigt und kleinere Flächen gemäht. Die erste Teilfläche im "unteren" zur Rossel hin gelegenen Teil macht nun schon einen ganz guten Eindruck und das Mähen als laufende Pflege sind kaum noch ein Problem. Nun steht der obere Teil an der Grenze zu meinem Garten an. Dort befinden sich noch verwilderte Obstbäume, ausgedehnte Brennessel und Brombeerbestände, höhere Fichten (natürlich...), Weiden, Holunder und andere Hölzer. Bis diese alle entfernt sind, werden sicher noch 1-2 Jahre ins Land gehen zumal mir für diese Fläche noch ein finales Konzept fehlt. Anregungen sind sehr willkommen. Für meine Schmetterlingszuchten werde ich aber sicher den ein oder anderen Baum zum Ausbinden von Raupen stehen lassen (müssen).

Hier die ersten Erfolgsmeldungen:

Nest von Melitaea cinxia Ein Nest von Melitaea cinxia - ich habe es mit Pflastersteinen markiert, um es nicht versehentlich bei den Pflegearbeiten zu zerstören.Cupido argiades

Cupido argiades gehört nun zusammen mit Plebeius argus und P. icarus zu den häufigeren Bläulingen auf der Wiese.

Warndt-Exkursion: Satyrium ilicis, Plebeius idas, ...
Rosseltal - Pflegemaßnahmen (Fotoserie)
 

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