Schmetterlingsforum - Blog und Austauschplatform

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Berichte von Exkursionen ganz in der Nähe und in der Ferne.

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Fotoexkursionen von Andreas Kolossa

L. camilla an Symphoricarpos albus

Gemeine SchneebeereHibernarium an Gemeiner SchneebeereWas soll man an einem Novembernachmittag schon anderes machen... Für meinen camilla-Artikel, den ich bald veröffentlichen möchte, fehlen ja noch einige Gebiete im Warndt und so habe ich mich heute mit Marvin auf den Weg gemacht um einen kurzen Abstecher ins Schlauchstal (Großrosseln) zu machen. Dort im Landschaftsschutzgebiet ist der Wald schon ziemlich geschlossen und ich rechnete eigentlich nicht damit, Hibernarien des Kleinen Eisvogels zu finden. Zudem gibt es im gesamten Tal keine einzige Lonicera. Ich hatte noch dunkel im Hinterkopf, dass der Kleine Eisvogel auch an Symphoricarpos albus (rivularis, Gewöhnliche Schneebeere)  leben soll und tatsächlich steht hier ein reicher Bestand an diesen Büchen. Vom Kleinklima her passt es in dem Tal auch und mit wenig Hoffnung machen wir uns trotzdem daran, die Büsche zu durchsuchen.

Es dauerte keine 2 Minuten und Marvin findet das erste Hibernarium mit einer lebenden Raupe

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Psst... Im Warndt ist was los!

Mantis religiosa mahnt zur Ruhe...Psst... "Ruhe hier!" will sie mir sagen oder etwa nicht?

Da staune ich nicht schlecht, als ich in die Sandgrube bei Merlebach komme. Es ist die erste Etappe meiner kleinen Exkursion am Wahlsonntag. Kaum bin ich in den Besenginster-Beständen, fliegen erstaunlich viele Gottesanbeterinnen auf, setzen sich wieder und rufen mich zum Foto. Ich zähle in der 1 1/2 Stunden in der Sandgrube doch tatsächlich 16 umherfliegende Gottesanbeterinnnen! Doppelzählung kann ich zwar nicht ausschließen, doch bedenkt man wie groß die Sandgrube ist und welch kleinen Teil ich davon begehe, wird sehr deutlich, dass es sich hier um eine große Population handeln muss. Bereits im August haben wir ein großes Weibchen dort entdeckt, doch nun scheint die gesamte Gottesanbeterinnen-Community beschlossen zu haben, durch Fliegen auf sich aufmerksam zu machen.

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Plebeius idas im Warndt - Exkursionsrückblick

Plebeius idas im Warndt - Exkursionsrückblick
So ganz wie erwartet lief sie nicht unsere Exkursion in die Merlebacher Sandgrube. Was in der Vorhersage nach Kaiserwetter klang, war in dem Hitzekessel der Sandgrube eine echte Belastung. Mit von der Partie waren unsere Jungentomologen Alexander Caspari und Marvin Strätling sowie die unerschrockenen Eisucher Steffen Caspari, Thomas Reinelt, Roland Summkeller und ich. Das Ziel der Exkursion war es, das Eiablageverhalten von Plebeius idas zu beobachten. Die Schwierigkeit in der Sandgrube ist zunächst einma...
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Ein Tag im Bitcher Land

Ein Tag im Bitcher Land


L. alciphronWas für ein Tag! Das hätte ich mir so nie vorstellen können - mehr als 300 virgaureae in einer kleinen Hangwiese!!! Dazu gesellen sich circe, didyma, ilicis, alciphron, adippe, ... In einer Wiese zu stehen, in der hunderte A. aglaja im leichten Flatterflug nach den ersten Weibchen im Gras Ausschau halten, ist nicht weniger beeindruckend. Beeindruckend ist nicht nur die Artenvielfalt in diesen Biotopen im Bitcher Land, sondern vor allem die Kombination mit der Individuenstärke. Einzig P. machaon und A. iris begnügen sich damit, in Einzelexemplaren umherzufliegen. Alle anderen scheinen förmlich ein Fest zu feiern. An dieser Stelle möchte ich die genauen Fundorte nicht verraten - ich möchte den Entomotourismus nicht zu sehr fördern. Lassen wir einfach die Bilder wirken.

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Warndt-Exkursion: Satyrium ilicis, Plebeius idas, Brenthis daphne und Co.

Brenthis daphne, BrombeerperlmuttfalterTrotz des mäßigen Wetters haben wir (Roland Summkeller und ich) heute eine sehr ergiebige Exkursion im Warndt unternommen.

Schon auf dem Weg zur ersten Teilfläche unter der Hochspannungstrasse am Schacht Lauterbach fliegen uns Apatura iris, Limenitis camilla und Argynnis paphia ums Auto. Melitaea athalia ist die bestimmende Art im oberen noch etwas offenen Abschnitt der Strecke. Weiter unten in Richtung der Sandgrube Merlebach und auf der anderen Seite vom Schacht Richtung Karlsbrunn fliegen ca. 30 Brenthis daphne und saugen meist auf Brombeere. Dazu gesellen sich Kaisermäntel (Argynnis paphia) in nicht geringer Anzahl und es sind bereits einige Weibchen darunter. Unterwegs auf dem Weg lassen sich regelmäßig aber fotoscheu einige Große Schillerfalter (Apatura iris) nieder und saugen. An Satyrinae ist fast alles saisongerecht vertreten und die ersten Maniola tithonus ist auch darunter. Leider ist ein größerer Teil der Strecke inzwischen stark zugewachsen und für die athalia wird es in den nächsten Jahren bestimmt schon "eng" werden. Weiter hat man Topinambur in größeren Flächen direkt unter der Hochspannungsleitung gepflanzt! Roland und ich werden im Herbst dort ernten und die Wurzeln kochen.

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Moselexkursion (Klotten, Pommern, Valwig)

Moselexkursion (Klotten, Pommern, Valwig)

Samstag, 31. Mai 2009.

Melitaea didymaEs ist ein doch eher trüber Tag und wäre die Exkursion nicht schon längere Zeit geplant, wir wären wohl zuhause geblieben. Doch wären wir zuhause geblieben, wie hätten wir uns ärgern müssen, das verpasst zu haben! 

Maren Bergmann, Rainer Ulrich, Roland Summkeller, ich und meine beiden Söhne Marvin (14) und Jeremy (7) machen uns zunächst auf den Apollo-Wanderweg bei Valwig daran, interessante Schmetterlinge zu finden. Wir sind bewaffnet mit drei Fotokameras, guter Laune und vielen guten Augen. Das erste aus entomologischer Sicht bemerkenswerte ist das zahlreiche Auftreten von Melitaea didyma. Bedingt durch das trübe Wetter sind sie für fast jedes Foto zu haben und an einigen Stellen sitzen sie gleich zu mehreren auf einer Blüte, ruhen und versuchen meist nicht vorhandene Sonnenwärme einzufangen.

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Euphydryas aurinia - Beobachtungen im Bliesgau

KühchenschellenAm letzten Sonntag (5.4.09) nutzte ich zusammen mit Roland Summkeller und meinen Kindern das schöne Wetter für einen Ausflug in den Bliesgau (Bickenalbtal) und den Westrich (Badstube, Mimbach). Eigentlich wollte ich Nester von E. aurinia fotografieren, doch schon bald zeigte sich, dass es wohl schon zu spät dafür ist. Inmitten der Küchenschellenbestände (Bickenalbtal) zeigten sich die ersten fast erwachsenen Raupen von E. aurinia beim Sonnenbad.

Die Küchenschelle müsste eigentlich Kühchenschelle heißen wie mir Roland erklärt. Ursprünglich kommt der Name von der Verniedlichungsform von Kuh (= Kühchen) und Schelle (Glocke), könnte also auch Kuhglöckchen oder Kühchenglöckchen Winken heißen.

Die Raupen des Goldenen Scheckenfalters sitzen an diesem Tag meist an trockenen Stängeln und sonnen sich. Auf der Bickenalb kann ich über 30 Tiere zählen. In der Badstube zwei Stunden später (früher Nachmittag) schätze ich, mehrere hundert Tiere gesehen zu haben! An letzgenanntem Fundort sind die Tiere bereits einen Tick größer und sie sind ausnahmslos im letzten Kleid, wohingegen ich in der Bickenalb noch einige wenige Raupen im vorletzten Kleid angetroffen habe. Mein zweiter Besuch an beiden Standorten heute (10.4.) zeigte, dass kaum noch Raupen anzutreffen waren und ich finde bereits einige, die sich an Pflanzenstängeln zur Verpuppung festgemacht haben.

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